Medientrainings

„Wir bleiben im Gespräch“

Wie schaffe ich es, in einem Interview meine Themen zu setzen? Wie schreibe ich eine Pressemitteilung, die auch ankommt? Und welches sind eigentlich die richtigen Kanäle für meine Medienarbeit? Fragen wie diese beschreiben die alltäglichen Herausforderungen einer guten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Und diese wird mittlerweile auch für NGOs, migrantische Gruppen und Netzwerke sowie andere ehrenamtliche Initiativen immer wichtiger. Denn solche Organisationen wirken tagtäglich im gesamten Bundesgebiet integrativ, indem sie für die gesellschaftliche und politische Teilhabe migrantischer Minderheiten arbeiten, kulturellen Austausch fördern und migrantisches (Self-) Empowerment unterstützen. Allzu oft wird diese Arbeit in der Öffentlichkeit der Mehrheitsgesellschaft allerdings nicht wahrgenommen: In den Medien finden entsprechende Organisationen meist nur dann Aufmerksamkeit, wenn es um die Kommentierung einer aktuellen Problemsituation geht (Bsp.: Eine Willkommensinitiative soll sich zu einem Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft äußern, eine muslimische NGO zu islamistischem Terror Stellung nehmen).

Entsprechend verständlich ist der Frust, der sich bei vielen Aktiven anstaut: Warum dringen wir mit unseren Themen nicht durch? Warum wird unsere Arbeit immer nur dann erwähnt, wenn es Schwierigkeiten gibt? Gleichzeitig fehlen in den entsprechenden NGOs, Migrant*innenorganisationen und Flüchtlingsinitiativen, die meist von engagierten Ehrenamtlichen getragen werden, nicht selten Know-How, Selbstbewusstsein und Ressourcen, um professionell, effektiv und effizient mit Medien und Öffentlichkeit umzugehen. Hier setzen die Medientrainings „Wir bleiben im Gespräch“ an, die derzeit von den Neuen deutschen Medienmachern konzipiert und ab Frühjahr 2017 im Rahmen des Projektkonzepts „House of Resources“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge angeboten werden.

Ziele der Medientrainings

  • Erlernen eines selbstbewussten, professionellen und nachhaltigen Umgangs mit Medien und Öffentlichkeit
  • Vernetzung der entsprechenden NGO oder Organisationen
  • Schaffung eines geschützten Raums zum Austausch von Diskriminierungserfahrungen, die evtl. im Umgang mit der medialen Öffentlichkeit gesammelt wurden
  • Vermittlung von Instrumenten zur erfolgreichen Themensetzung und Einbringung von migrantischen Perspektiven in mediale Diskurse über Themen der Einwanderungsgesellschaft

Inhalt der Medientrainings

Die von den Neuen deutschen Medienmachern (NdM) konzipierten Medientrainings „Wir bleiben im Gespräch“ vermitteln in Bausteine der professionellen Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Diese sind:

  • Richtiger Umgang mit Anfragen von Medienschaffenden (z.B. Presseanfragen, Interviews o.ä.)
  • Proaktive Pressearbeit (Pressemitteilungen, Pressekonferenzen, Hintergrundgespräche u.ä.)
  • Online-Öffentlichkeitsarbeit (Website, Social Media)
  • Publikationen (Broschüren, Flyer, Werbemittel)
  • Verteilerpflege
  • Vernetzung
  • Dokumentation

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Öffentlichkeitsarbeit via Social Media ein: Über Kanäle wie Facebook, Twitter und YouTube kann schnell, effektiv und mit einfachen Mitteln potenziell ein großes Publikum erreicht werden, das über die eigene Logik sozialer Netzwerke selbst zum Multiplikator der veröffentlichten Themen wird. Auf diese Weise kommen die geteilten Inhalte im besten Fall auf die virale Agenda. Gleichzeitig ist es für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar, die ganz eigenen Regeln zu kennen, denen die Kommunikation im Social Web folgt.

Die Medientrainings können auf individuelle Anforderungen zugeschnitten werden.

Mehr Informationen zum Angebot „Wir bleiben im Gespräch“ folgen an dieser Stelle in Kürze.

Bildquelle: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)