Hass im Netz, Desinformation und digitale Gewalt gefährden nicht nur einzelne Medienschaffende – sie bedrohen den demokratischen Diskurs insgesamt. Die Neuen deutschen Medienmacher*innen sind seit vielen Jahren eine zentrale Anlaufstelle für Medienschaffende und Redaktionen zum Thema diskriminierungssensible Berichterstattung, Hass im Netz und digitale Gewalt.
Seit Anfang 2025 bringen wir unser Wissen und unsere Expertise bei toneshift – dem Netzwerk gegen Hass und Desinformation ein. Gemeinsam mit Das NETTZ, der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, HateAid, dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft und REspect! im Netz bieten wir Informations- und Beratungsangebote an. Zuvor waren wir von 2021 bis 2024 Teil des Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz.
BetterPost
Als Beitrag zu toneshift sind wir als Neue deutsche Medienmacher*innen mit unserem Projekt BetterPost auf Social Media unterwegs, mit kritischem Blick für die Berichterstattung über die Einwanderungsgesellschaft und gegen rassistischen Hass und Desinformationen. Mit den Ergebnissen unserer Social Media Monitorings beraten wir Redaktionen und geben Hilfestellung für eine gute – weil differenzierte – Berichterstattung auf Social Media. Zum Projekt
Studie Lauter Hass – Leiser Rückzug
Die repräsentative Studie „Lauter Hass – leiser Rückzug“ wurde im Rahmen einer Pressekonferenz mit Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, am 13.02.2024 veröffentlicht. Zahlreiche Medien, u.a. tagesschau, ZDF, SZ, ZEIT ONLINE und taz, berichteten.
Lauter Hass – leiser Rückzug
Zur Studie
© Stefanie Loos
Gemeinsam mit Das NETTZ, der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur und HateAid sowie der Forschungs- und Beratungsagentur pollytix haben wir 2024 als Teil des Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz über 3.000 Internet-User*innen zur Wahrnehmung, Betroffenheit und den Folgen von Hass im Netz befragt.
Das Ergebnis: Hass im Netz kann alle treffen, aber nicht alle gleich. Besonders Menschen mit Einwanderungsgeschichte, junge Frauen und queere Menschen werden online beleidigt und bedroht. Als Folge von Online-Hass ziehen sich immer mehr Menschen aus öffentlichen Diskursen zurück. Hass im Netz schadet der Meinungsfreiheit und damit auch unserer Demokratie.
Von der Politik fordern wir: Betroffene müssen besser geschützt und unterstützt werden, zum Beispiel durch ein bundesweites Netzwerk von spezialisierten Beratungsstellen. Außerdem müssen Strafverfolgungsbehörden besser geschult werden und Plattformen finanzielle Verantwortung für Hass im Netz tragen.
Kampagne #WhatTheHate?!
Die Studie wurde 2024 von unserer Social Media Kampagne #WhatTheHate?! begleitet, die junge Menschen auf den Instagram- und TikTok-Kanälen der vier Organisationen zu Hass im Netz aufklärt und zur Gegenrede ermutigt.
Mit dabei: Maria Popov, Fikri Anıl Altıntaş, Esra Schotte, Ninia LaGrande, Pandora Nox, Ridal Carel Tchoukuegno, Ruth Moschner, Taneshia Abt, Hatice Schmidt und Lisa Paus.
Hier gibt’s einen Einblick in die Kampagne und das digitale Sticker-Set zum Herunterladen.