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Wetterberichtigung

Unsere Kampagne Wetterberichtigung war mehr als eine PR-Aktion – es war ein Beweis, dass kreative Interventionen gesellschaftliche Debatten anstoßen können. Und eine Erinnerung daran: Millionen Menschen mit internationaler Herkunft gehören längst zu dieser Gesellschaft dazu.

Wetterkarte aus der Kampagne Wetterberichtigung
Projektstatus: Abgeschlossen

Die Idee

Deutschland ist ein Einwanderungsland, doch auf der Wetterkarte hießen die Hoch- und Tiefdruckgebiete fast immer nur Gisela oder Helmut. Im Januar 2021 kauften wir 14 Patenschaften für Wetterphänomene beim Institut für Meteorologie und vergaben Namen, die die tatsächliche Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln.

Motto der Kampagne: „Wir kapern das Wetter 2021 und schleusen neue deutsche Namen in den Wetterbericht." 

Deutsche heißen schließlich auch Ahmet, Chana, Khuê und Romani. Mit diesem gezielten Eingriff schlichen sich neue deutsche Namen in Wetterberichte aller großen Sender und Zeitungen und setzten damit ein unübersehbares Zeichen für Diversität in der Öffentlichkeit. Auch in Österreich und der Schweiz gilt: Millionen von Menschen mit internationaler Herkunft gehören längst zur Gesellschaft dazu.

„Wir kapern das Wetter 2021 und schleusen neue deutsche Namen in den Wetterbericht.“

— Motto der Kampagne

Die Wirkung

Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz – sowie zahlreiche englischsprachige Redaktionen – berichteten über die Aktion. Die Kampagne kam auf eine Gesamtreichweite von über einer Milliarde. Der Hashtag #Wetterberichtigung wurde einer der großen Trends auf Twitter.

Politiker*innen, Künstler:*innen und gesellschaftspolitische Aktivist*innen meldeten sich zu Wort und diskutierten die mangelnde Repräsentation von Menschen mit Migrationsgeschichte in den Medien. Die Forderung nach mehr Diversität in Medienhäusern wurde breit aufgegriffen und debattiert.

Die Forderungen

Das Wetter zieht weiter, aber die Forderungen der NdM bleiben. Mit der Kampagne machten stelltenwir  klare strukturelle Forderungen:

  • Medienhäuser müssen Diversität professionell im Programm umsetzen.
  • Nicht-weiße Menschen sollen bei jedem Thema und in jeder Sendung sichtbar sein.
  • Medien müssen endlich internationalen Diversity-Standards entsprechen.
  • Gesellschaftliche Vielfalt muss zur Normalität werden, in Redaktionen wie auf dem Bildschirm.

Die Wetter-Allianz

Hinter der Kampagne standen die Neue deutschen Medienmacher*innen, Neue Schweizer Medienmacher*innen und Kolleg*nnen aus Österreich

Die Wetterpatenschaften wurden durch Spenden finanziert. Die Kampagne war eine Idee des Kreativteams Goran Golik und M. Alexander Trybus aus Österreich, die #Wetterberichtigung“ zusammen mit Ketchum Publico kreativ umgesetzt haben. Alle Beteiligten haben pro bono mitgewirkt.

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