abgeleitet vom hebräischen Wort für Osten „Misrach“ ist Mirachim ein Begriff für Juden*Jüdinnen sowie deren Nachfahren, die unter anderem aus Nordafrika, der arabischen Halbinsel, kurdischen Gebieten, Indien, oder dem Kaukasus stammen. Die meisten von ihnen waren nach der Gründung des Staates Israel nach Israel emigriert, um der Verfolgung in ihren Herkunftsländern zu entgehen. Ihre Integration in die aschkenasisch dominierte Gesellschaft Israels ging mit Diskriminierungserfahrungen einher. Dazu gehörte unter anderem die Nicht-Anerkennung von Wissen und Abschlüssen, die ökonomische Benachteiligung sowie das systematische Ansiedeln in der Peripherie. Der Begriff Misrachim kommt aus der misrachisch-aktivistischen Szene. Viele Nachfahren aus misrachischen Familien identifizieren sich heute stärker mit dem Herkunftsland ihrer Großeltern, weniger mit dem Begriff „Misrachim“.