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Sephardim

(von hebräisch «S‘farad» = Spanien) bezeichnet die jüdische Diaspora auf der iberischen Halbinsel bzw. die Nachfahren der um 1492 vertriebenen Juden*Jüdinnen der iberischen Halbinsel. Dort bildeten Sephardim vor 1492 eines der intellektuellen und spirituelle Zentrum des Judentums. Als Alltagssprache der Sephardim entwickelte sich das Ladino, eine romanische Sprache, die sich – ähnlich wie das Jiddische – je nach Land, in dem sich diese Gemeinschaft niederließ, mit regionalen Vokabeln anreicherte. In Israel gibt es ein sephardisches und ein aschkenasisches Oberrabbinat; alle nicht-aschkenasischen Juden*Jüdinnen sind dem sephardischen Rabbinat unterstellt. Damit wurde der Begriff Sephardim fälschlicherweise auf alle Juden*Jüdinnen ausgeweitet, die nicht aschkenasischer Herkunft sind.

Weiterführende Begriffe

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