ist eine Kategorie, die das Statistische Bundesamt seit 2005 im Mikrozensus verwendet.1 Zu Menschen mit Migrationshintergrund zählt, wer selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde – das umfasst Ausländer*innen, Eingebürgerte, (Spät-)Aussiedler*innen sowie durch Adoption eingebürgerte Personen und deren Kinder.2Vertriebene des Zweiten Weltkriegs und ihre Nachkommen zählen laut Definition nicht dazu.
Laut Mikrozensus lebten 2025 rund 25,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland (31,1 % der Bevölkerung); mit 13,5 Millionen (52,4 %) besitzt die Mehrheit davon die deutsche Staatsbürgerschaft.3 Das Statistische Bundesamt hat 2022 Eingewanderte und ihre Nachkommen als ergänzende, engere Kategorie eingeführt.4
Der Begriff Migrationshintergrund steht in der Kritik. Er rückt Abstammung statt Einwanderung in den Mittelpunkt, schreibt ein vermeintliches Nicht-Dazugehören fest und ist mit Defizitzuschreibungen belastet. 2021 empfahl die „Unabhängige Fachkommission zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit" der Bundesregierung, ihn abzuschaffen.5
Je nach Kontext präziser: Menschen aus eingewanderten Familien, Menschen mit Einwanderungsgeschichte oder Menschen mit internationaler Geschichte.
-
Statistisches Bundesamt (Destatis): Personen mit Migrationshintergrund
-
ebenda
-
Statistisches Bundesamt: Mikrozensus – Bevölkerung nach Migrationshintergrund, Erstergebnisse 2025, Wiesbaden 2026, zitiert nach Bundeszentrale für politische Bildung: Bevölkerung mit Migrationshintergrund, Stand 01.08.2026
-
Bericht der Fachkommission zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit „Gemeinsam die Einwanderungsgesellschaft gestalten", 2021, S. 218 ff.