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Newsletter vom 16.07.2026

đź’¬ Alle 3.482 Kommentare anzeigen

Hallo,

Die Männer-WM 2026 endet an diesem Sonntag. Mit ihr kehrt auch ein bekanntes Muster zurück: Solange „unsere Jungs“ gewinnen, wird Vielfalt gefeiert. Nach Niederlagen werden Spieler mit Migrationsgeschichte überdurchschnittlich oft zur Zielscheibe rassistischer Kommentare. Wer räumt eigentlich Hass-Kommentare weg, wenn Debatten kippen? Genau darum geht es in dieser Ausgabe.

AuĂźerdem

  • Nachgefragt: Katja Musafiri (taz) ĂĽber Community Management als journalistische Verantwortung
  • Auf dem Radar: Informationsfreiheitsgesetz, Medienvielfalt und Journalismus im Umgang mit Rechtsextremismus.
  • Mehr davon, danke: Eine Schulklasse aus Essen und Bildungsberichterstattung ohne das ĂĽbliche Problemschulnarrativ

Bis zum nächsten Mal,

Deine Neuen deutschen Medienmacher*innen


Nachgefragt: Katja Musafiri ĂĽber Community Management als journalistische Verantwortung

Kommentarspalten moderieren heißt längst nicht mehr nur Kommentare löschen. Katja Musafiri, stellvertretende Leiterin Social Media und Community Management bei der taz, erklärt, warum Community Management journalistische Arbeit ist und wie Redaktionen Debatten schützen können.

Das gesamte Interview gibt es hier.


Auf dem Radar

Diversität als Überlebensstrategie NdM-Geschäftsführerin Elena Kountidou argumentiert im medium magazin, dass Vielfalt für Medien längst eine Frage ihrer Zukunftsfähigkeit ist. Zum Artikel

“Hände weg vom Informationsfreiheitsgesetz“ Gemeinsam mit 125 weiteren Organisationen und Medien fordern die NdM die Bundesregierung auf, die geplanten Einschränkungen des Informationsfreiheitsgesetzes zu stoppen. Zum Offenen Brief

Journalismus als aktiver Akteur Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura argumentiert in der taz, dass Medien Mitverantwortung fĂĽr das Erstarken faschistischer Bewegungen tragen. Zum Artikel

“80 Angry Journalists” Der Dokumentarfilm begleitet mehr als 80 Journalist*innen, die Ungarns größtes unabhängiges Nachrichtenportal verlassen und mit Telex ein neues, leserfinanziertes Medium gründen. Zum Trailer


Mehr davon, danke

Journalistin Isabel Schayani sitzt mit dem Schüler Bilal in einem Klassenzimmer. Er erzählt, dass er bald Lehrer werden möchte. Bilal trägt einen schwarzen Hoodie.

Das Thema: Bildung, Chancen und eine Klasse, die es zeigt
Passend zum Start der Sommerferien hat Reporterin Isabel Schayani für die Tagesthemen und WDRforyou die Klasse 10c der Frida-Levy-Gesamtschule in Essen begleitet. Mehr als 90 Prozent der Schüler*innen haben eine Migrationsgeschichte, mit Wurzeln in 16 Ländern. In der fünften Klasse hatte kaum jemand eine Gymnasialempfehlung. Heute können 13 der 25 Jugendlichen das Abitur anstreben. Die Schüler*innen erzählen selbst von ihren Träumen, von Flucht und Verlust und davon, warum sie ihre Familien stolz machen wollen.

Warum das wichtig ist?
Bildungserfolg hängt nicht nur von Leistung ab, sondern auch von Herkunft und den Möglichkeiten der Familie. Schüler*innen mit Migrationsgeschichte sind von dieser Ungleichheit überproportional stark betroffen. Dieser Beitrag zeigt, dass es anders geht: mit Beziehungsarbeit, Vertrauen und Lehrerinnen, die ihre Schüler*innen wirklich zu Wort kommen lassen. Kein Problemschulnarrativ, sondern ein Positivbeispiel, das Maßstäbe setzt.

Zum Beitrag


Unsere Veranstaltungen & Tipps


Berlin

Lesung & Gespräch: “Gegenmacht – Die Zivilgesellschaft schlägt zurück”
19. Juli 2026, 14:00–15:30 Uhr, Amerika-Gedenkbibliothek
Arne Semsrott von FragDenStaat spricht über demokratische Teilhabe, solidarische Sorgearbeit, Volksentscheide und die Rolle öffentlicher Räume für eine lebendige Zivilgesellschaft. Mehr dazu


Lindau

Lesung & Gespräch: “Verbinden statt spalten”
25. Juli 2026, 19:30 Uhr, friedens räume, Lindau
Journalistin Gilda Sahebi spricht darĂĽber, wie Narrative von Spaltung entstehen, warum sie politisch wirksam sind und welche Rolle Medien dabei spielen. Eintritt frei. Mehr dazu


MĂĽnchen

Diskussion: Bedrohlich aktuell: Die völkische Weltanschauung
30. Juli 2026, 19:00 Uhr, NS-Dokumentationszentrum MĂĽnchen
Investigativjournalistin Andrea Röpke, Filmemacher Florian Hoffmann und Journalist Simon Wörz diskutieren, wie völkisches Denken heute funktioniert und welche Rolle Medien und Recherche bei seiner Aufklärung spielen. Mehr dazu

Workshop: Sprache und Symbole der extremen Rechten
2. August 2026, 10:00 Uhr, NS-Dokumentationszentrum MĂĽnchen
Was bedeuten Begriffe wie „Remigration“ oder „Deep State“? Der kostenlose Workshop ordnet rechtsextreme Sprache historisch ein und vermittelt Argumentationshilfen gegen menschenverachtende Parolen. Mehr dazu


Frankfurt

Workshop: Ist das echt? KI-Deepfakes
4. August 2026, 19:00–21:00 Uhr, Frankfurter PresseClub
Wie lassen sich KI-generierte Bilder, Videos und Stimmen erkennen? ARD-KI-Journalist Jan Eggers zeigt anhand praktischer Beispiele, wie Deepfakes entstehen, woran sie sich erkennen lassen und was das fĂĽr den Journalismus bedeutet. Mehr dazu


Online

Framing erkennen und einordnen
21. Juli 2026, 16:00–20:00 Uhr, online
Wie prägen Begriffe wie „Asylsuchende“ oder „Asyltouristen“ politische Debatten? Die Heinrich-Böll-Stiftung zeigt anhand aktueller Medienbeispiele, wie Framing funktioniert und wie sich Sprachmuster kritisch hinterfragen lassen. Mehr dazu

Wie entstehen Videos, die auf Social Media funktionieren?
27. August 2026, online
Das MVFP-WebSeminar vermittelt Grundlagen zu Storytelling, Hooks, Plattformstrategien und zielgruppengerechter Video-Produktion. Mehr dazu
 


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