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Postmigrantisch

von Theaterintendantin Shermin Langhoff1 geprägt und von Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan2 theoretisch ausgebaut, begreift der Begriff Migration als prägende Kraft gesellschaftlicher Entwicklung. Im Fokus steht nicht die Migrationsbewegung selbst, sondern ihre Nachwirkung: Fragen von Zugehörigkeit, Identität und Teilhabe betreffen alle Gesellschaftsmitglieder, unabhängig von eigener Migrationserfahrung. Starre Kategorien wie deutsch / nicht-deutsch verlieren damit ihre Grundlage. Akteur*innen aus Wissenschaft, Kultur und Aktivismus verwenden den Begriff, um einen gerechten Umgang mit Pluralität einzufordern – hinsichtlich Herkunft, Gender, Religion, sexueller Selbstbestimmung, Klasse und im Kampf gegen Rassismus Comment end . 

  1. Shermin Langhoff (2011): Die Herkunft spielt keine Rolle – “Postmigrantisches” Theater im Ballhaus Naunynstraße. Bundeszentrale für politische Bildung.

  2. Foroutan, Naika (2019): Die postmigrantische Gesellschaft. Ein Versprechen der pluralen Demokratie, Bielefeld: transcript.

„Das heißt schon immer so!“, gilt nicht!

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