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Unsere Stimme für guten Journalismus

Medien entscheiden, wer gehört wird und welche Themen zählen. Wir beobachten, analysieren und formulieren Empfehlungen und Forderungen. Mit unseren Kanälen und Publikationen erreichen wir Hunderttausende und mischen uns ein, wo es drauf ankommt. So tragen wir dazu bei, journalistische Standards weiterzuentwickeln und die Medienlandschaft nachhaltig zu verändern.
Ein Überblick über unsere Themen

Diskriminierende Darstellungen, die Übernahme rechtsextremer Narrative, eine Berichterstattung, die weite Teile der Bevölkerung ausblendet: Das sind oft keine Einzelfälle, sondern strukturelle Muster. Wir beobachten sie und mischen uns ein, weil wir an einen Journalismus glauben, der die Realität einer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft präzise und kontextreich abbildet.

Seit Jahren veröffentlichen wir Stellungnahmen, formulieren konkrete Forderungen und entwickeln Guides, die direkt im Redaktionsalltag helfen. Darüber hinaus beteiligen wir uns aktiv an öffentlichen Debatten und veröffentlichen Stellungnahmen zu konkreten Themen: von der Sprache der Migrationsdebatte über mehrsprachige Desinformation bis hin zu Wahlberichterstattung und Bildsprache in Medien.

Hier ein Überblick über Themen, zu denen wir uns in den letzten Jahren positioniert haben:

Community-Journalismus ist mehr als Kommentare löschen 

Community Manager*innen recherchieren, moderieren Debatten und schützen demokratische Räume online und werde dafür kaum anerkannt. Wir haben sieben Forderungen formuliert: von fairer Berufsbezeichnung über Ausbildungsstandards bis zu psychologischer Unterstützung für Teams, die täglich Hass ausgesetzt sind. Unsere Forderungen

Desinformation spricht viele Sprachen – Medien oft nur eine 

Desinformationskampagnen kursieren auf Arabisch, Türkisch, Russisch, während deutsche Medien fast ausschließlich auf Deutsch berichten. Wir fordern eine nationale Koordinierungsstelle, mehrsprachige öffentlich-rechtliche Angebote und Plattformen, die Verantwortung übernehmen. Stellungnahme lesen

Wie Sprache Wirklichkeit verschiebt: Von „Willkommenskultur” zu „Remigration”

Rechtsextreme Narrative haben den Mediendiskurs über Migration grundlegend verändert und große Teile der Medienlandschaft sind mitgegangen. Wir zeigen, wie das passiert ist, und machen konkrete Vorschläge für eine menschenrechtsbasierte Berichterstattung. Unsere Vorschläge

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sendet nicht für alle 

23 Prozent der Bevölkerung sprechen zu Hause neben Deutsch eine andere Sprache. Der ÖRR bleibt trotzdem nahezu einsprachig. Wir fordern mehrsprachige Nachrichten, bessere Auffindbarkeit in der Mediathek und dauerhafte Finanzierung statt Einzelinitiativen. Stellungnahme lesen

Rechtsextreme Gewalt nimmt zu, die mediale Aufmerksamkeit sinkt 

Zum fünften Jahrestag von Hanau haben wir fünf Hinweise für sorgfältigen Journalismus über rechtsextreme Gewalt formuliert: Betroffene ins Zentrum stellen, Falschbehauptungen nicht verstärken, strukturelle Ursachen recherchieren. Stellungnahme lesen 

Wahlberichterstattung braucht ein Umdenken 

Sommerinterviews und Elefantenrunden reichen nicht, wenn Demokratie auf dem Spiel steht. Wir haben sieben Hinweise aus dem Austausch mit US-amerikanischen Journalist*innen formuliert, die seit 2016 mit diesen Fragen ringen. Stellungnahme lesen