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Zionismus

(von Zion, dem Namen des Tempelbergs in Jerusalem) bezeichnet zum einen die historische jüdisch-nationalistische Bewegung, die einen jüdischen Staat gründen wollte, und zum anderen gegenwärtige politische Strömungen. Entstanden ist der Zionismus als Teil des europäischen Nationalismus des 19. Jh. Er war gleichzeitig die Gegenbewegung zum Antisemitismus, der sich damals immer weiter verbreitete. Mit der Gründung Israels 1948 wurde das zionistische Ziel erreicht. Allerdings gab es vor der Staatsgründung auch Jüdinnen*Juden z. B. aus dem heutigen Jemen und Usbekistan, die in das damals vom Osmanischen Reich besetzte Palästina flohen oder migrierten sowie zionistische Bewegungen jüdischer Menschen im Iran und Irak. Heute wird Zionismus als Ideologie in Israel sehr unterschiedlich ausgelegt, so gibt es z.B. liberal-sozialdemokratischen, rechtsnationalen oder nationalreligiösen Zionismus. In den verschiedenen Formen von Zionismus finden sich sowohl koloniale wie auch dekoloniale Elemente. Der Begriff Zionismus wird teils undifferenziert als Kampfbegriff gegen Israels Haltung im Nahost-Konflikt benutzt oder auf seine radikalsten Strömungen/Vertreter reduziert. Mit der Verwendung des Begriff in seiner Darstellungsweise als Feindbild können bewusst oder unbewusst antisemitische Narrative reproduziert werden.

„Das heißt schon immer so!“, gilt nicht!

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