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Sekundärer Antisemitismus

ist eine Umwegkommunikation von Antisemitismus. Das Phänomen konnte unmittelbar nach 1945 erstmalig beobachtet werden, nachdem Antisemitismus tabuisiert und sanktioniert wurde. Er äußert sich bspw. in Forderungen nach einem Schlussstrich bezüglich der (gesellschaftlichen) Beschäftigung mit dem Holocaust oder in dem Vorwurf, Juden*Jüdinnen hätten eine Mitschuld an der Verfolgung durch die Nazis oder zögen einen Vorteil aus dem Holocaust. Oft ergibt sich diese Form des Antisemitismus aus einem Schuld- und Schamgefühl wegen der Shoa.

„Das heißt schon immer so!“, gilt nicht!

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