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Seit 2008 gemeinsam mehr bewegen

Als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin machen wir strukturelle Ausschlüsse im Journalismus sichtbar und arbeiten daran, sie langfristig zu überwinden. Als Netzwerk von Medienschaffenden glauben wir an die Kraft des Kollektivs. Durch Mentoring, Fachkonferenzen und starke Partnerschaften machen wir Vielfalt im Journalismus real.
Verein

Neue deutsche Medienmacher*innen e.V. ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. Gegründet 2008 und 2009 ins Vereinsregister eingetragen, versteht sich der Verein als bundesweites Netzwerk von Journalist*innen mit und ohne Einwanderungsgeschichte oder eigener Fluchterfahrung. 

Seitdem arbeitet der Verein an einer vielfältigeren und diskriminierungssensibleren Berichterstattung in Deutschland. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Medienschaffenden mit Einwanderungsgeschichte und/oder eigener Fluchterfahrung sowie auf gezielter Medienkritik.

Ein zentrales Anliegen des Vereins ist die nachhaltige Nachwuchsförderung. Herzstück dieser Arbeit sind Mentoring-Programme, die über 400 Nachwuchsjournalist*innen auf ihrem Weg in den Journalismus begleitet hat. Viele von ihnen arbeiten heute fest oder frei in Redaktionen, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in Verlagen oder als selbstständige Journalist*innen und Creator*innen.

2020 machten die Neuen deutschen Medienmacher*innen mit der Studie „Viel Wille, kein Weg“ erstmals systematisch sichtbar, wie gering die Vielfalt in Führungspositionen deutscher Medien ist. Die Erhebung zeigte, dass 118 von 126 untersuchten Chefredakteur*innen der reichweitenstärksten Medienhäuser keine Migrationsgeschichte hatten. Die Studie wurde breit rezipiert und gilt bis heute als Referenz für Debatten über strukturelle Ungleichheit im Journalismus.

Neben eigenen Studien und der Nachwuchsförderung entwickelt der Verein auch praxisnahe und diskriminierungssensible Werkzeuge für Redaktionen. Dazu gehören das NdM Glossar für diskriminierungssensible Sprache sowie ein Diversity-Guide, der redaktionelle Routinen, Sprache und Themenauswahl kritisch reflektiert und konkrete Handlungsempfehlungen bietet.

Die Arbeit der Neuen deutschen Medienmacher*innen reagiert auf aktuelle Herausforderungen: zunehmende Polarisierung, Desinformation, Hass und Bedrohungen gegen Journalist*innen. Ziel bleibt ein Journalismus, der präzise berichtet, Verantwortung übernimmt und die gesellschaftliche Realität in ihrer Vielfalt ernst nimmt.

Lokale Netzwerke

Die Neuen deutschen Medienmacher*innen sind bundesweit aktiv und zugleich lokal verankert. In vielen Regionen Deutschlands gibt es inzwischen lokale Netzwerke der NdM, in denen sich Medienschaffende sowie interessierte Kolleg*innen vor Ort vernetzen und austauschen.

Die lokalen Netzwerke schaffen Räume für Begegnung, gegenseitige Unterstützung und fachlichen Austausch. Sie organisieren Veranstaltungen, Gesprächsabende oder regelmäßige Stammtische und greifen Themen auf, die vor Ort besonders relevant sind.

Mit diesen Netzwerken stärken wir lokale journalistische Strukturen und fördern Solidarität im Berufsalltag. Wer Teil eines bestehenden Netzwerks werden oder ein neues lokales Netzwerk aufbauen möchte, kann sich jederzeit an uns wenden.

Struktur

Der Verein wird von über 750 Mitgliedern mit unterschiedlichen biografischen Hintergründen getragen. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und wird alle zwei Jahre von den Mitgliedern gewählt. Die operative Arbeit liegt bei der Geschäftsführung.

Mitglied bei den NdM können alle werden, die die Ziele des Vereins teilen – egal, ob Medienmacher*innen mit oder ohne Einwanderungsgeschichte.

Vorstand

Vorstandsvorsitzende
Ella Schindler (sie/ihr)
Natalie Sablowski (sie/ihr)

Schatzmeister
Daniel Bax (er/ihm)

Beisitzer*in
Polo Türk (er/keine)

Besondere Vertreterin gemäß § 30 BGB, Geschäftsführerin
Elena Kountidou (sie/ihr)

Stellvertretende Geschäftsführerin
Jannice Beckschebe (sie/ihr)

Satzung

Werde Mitglied – für guten Journalismus, für Vielfalt und Demokratie

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Eine Gruppe von Frauen steht eng beieinander, spricht miteinander und lacht fröhlich. © Schore Mehrdju