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Willkommenskultur

wurde um 2010 zunächst als politisches Leitbild geprägt, vor allem im Kontext der Fachkräftegewinnung, um Deutschland als attraktives Einwanderungsland zu positionieren. In diesem Sinne entstanden z. B. in Hamburg und Stuttgart städtische „Welcome-Center" für Einwander*innen. Seit 2015 wird der Begriff vor allem mit dem ehrenamtlichen Engagement für Geflüchtete verbunden und ist seitdem zur Standardvokabel in der Migrationsdebatte geworden. 

Der Begriff war von Beginn an umstritten: In seiner frühen Verwendung adressierte er vor allem qualifizierte Arbeitskräfte und war damit von einer Ökonomisierung von Migration durchdrungen. Auch nach 2015 blieb er ambivalent: Er suggerierte gesellschaftliche Offenheit, während politische und rechtliche Ausschlussmechanismen fortbestanden.

„Das heißt schon immer so!“, gilt nicht!

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