ist ein Gesetzeskodex und nach dem Tanach das bedeutendste Schriftwerk des Judentums. Der Talmud ist die schriftliche Sammlung jahrhundertelanger rabbinischer Debatten über Recht, Philosophie und Bibelauslegung. Er ist jedoch weder ein Gesetzbuch noch ein bloßer Kommentar zu den rechtlichen Abschnitten der Tora. Aufgrund seines knappen, oft lakonischen Stils wird der Talmud in der Regel studiert, nicht einfach fortlaufend gelesen. Zusammengestellt wurde er zwischen dem 3. und 8. Jahrhundert; strukturell ist er als Kommentar zur Mischna angelegt, einer zentralen Sammlung der sogenannten mündlichen Tora. In die Argumentationen sind immer wieder Erzählungen, Beispiele und Lehrgeschichten eingewoben.
Er liegt in zwei Ausgaben vor, dem Jerusalemer Talmud und dem babylonischen Talmud. Wenn einfach vom Talmud gesprochen wird, ist in der Regel der babylonische gemeint.