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Muslim*innen

sind Angehörige der islamischen Religionsgemeinschaft. Laut Studie der Deutschen Islam Konferenz „Muslimisches Leben in Deutschland 2020" leben in Deutschland mittlerweile zwischen 5,3 und 5,6 Millionen Muslime, einschließlich alevitischer Religionsangehöriger. Das entspricht zwischen 6,4 und 6,7 Prozent der Gesamtbevölkerung von 83,1 Millionen.1 2
Grundsätzlich gilt es zu hinterfragen, ob die Zuschreibung einer Religion in der Berichterstattung relevant und zutreffend ist. Beispiel: Warum wurde die Religionszugehörigkeit bei der „ersten muslimischen CDU-Bundestagsabgeordneten“ Cemile Giousouf 2013 so stark thematisiert? Häufig wird Muslim*in auch als Synonym für Eingewanderte und ihre Nachkommen verwendet, was sachlich falsch ist. Nur ein Viertel aller Menschen aus eingewanderten Familien in Deutschland sind Muslim*innen und es gibt deutsche Muslim*innen ohne Migrationshintergrund.

  1. Pfündel /Katrin, Stichs/Anja, Tanis/Kerstin (2021): Muslimisches Leben in Deutschland 2020 - Studie im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz. Forschungsbericht 38 des Forschungszentrums des Bundesamtes, Nürnberg: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, S. 37

  2. Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland – fowid (2024) Für 2024 wurde aufgrund der Daten zu den Religionszugehörigkeiten in den Asylerstanträgen im BAMF-Jahresbericht 2024 die Anzahl der Muslime um 80.000 auf erhöht. Die fowid geht demnach von 3,9% Muslim*innen in der Gesematbevöllkerung aus. Diese Quelle liefert eine der wenigen jährlich aktualisierten Schätzungen. 

„Das heißt schon immer so!“, gilt nicht!

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