„Der Rechtsstaat gilt ja nicht nur für die Rechtsextremisten, sondern auch für uns alle.“
— Ann-Katrin Müller, Der Spiegel, re:publica 26: Lässt der Rechtsstaat die Pressefreiheit im Stich?
Bedrohungen, Diffamierungskampagnen, körperliche Angriffe: Journalist*innen in Deutschland sind zunehmend Gewalt ausgesetzt – digital und auf der Straße. Auf der re:publica26 diskutierte NdM-Geschäftsführerin Elena Kountidou gemeinsam mit Ann-Katrin Müller (Der Spiegel) und Rechtsanwalt Sven Adam, wo staatlicher Schutz versagt und was sich ändern muss. Moderiert von der Journalistin Heike Kleffner.
Angriffe auf Journalist*innen sind kein Einzelfall, sondern System. Das machte die Diskussion deutlich. Wer sich rechtlich wehrt, braucht finanzielle Mittel, juristische Unterstützung und im besten Fall ein Medienhaus im Rücken – Ressourcen, die vielen Medienschaffenden, besonders Freien, nicht zur Verfügung stehen. Solange Gewalttaten gegen Journalist*innen folgenlos bleiben, sendet das ein klares Signal der Straflosigkeit.
„Ob Diffamierungskampagnen, körperliche Gewalt oder Slapklagen – sie haben alle eines gemeinsam: die sehr klare Aussage, wenn Du hier investigativ reingehst, wirst Du zahlen.“
— Elena Kountidou, re:publica 26: Lässt der Rechtsstaat die Pressefreiheit im Stich?