No Hate Speech Movement

 

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Die Neuen deutschen Medienmacher gegen Hass im Netz

Häme, Zorn und Hass: In sozialen Netzwerken, Medien-Kommentarspalten und Foren ist Hate Speech gegen Minderheiten nicht selten an der Tagesordnung. User*innen verbreiten im Netz zunehmend rassistische, antisemitische und andere menschenfeindliche Postings, hinzu kommt die systematische virale Brandstiftung von rechtsextremen Gruppen und Parteien.

Eine Entwicklung, die seit 15 Jahren zunimmt – und sich im Zuge der aktuellen Flüchtlingsdiskussion dramatisch verschärft. Die Gefahr, dass den Worten Taten folgen, zeigen die rapide steigenden Zahlen von Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und geflohene Menschen.

Viele Menschen wollen das hasserfüllte Klima, das online herrscht, nicht länger hinnehmen: Als engagierte Aktivist*innen schreiben sie unermüdlich gegen Hate Speech an, während dutzende Organisationen und Initiativen Tool Kits, Argumentationshilfen und Counter-Speech-Instrumente zur Verfügung stellen. Sie alle zu empowern und zu vernetzen ist das Ziel der Europarat-Kampagne „No Hate Speech“: Hassreden im Netz sollen in aller Form bekämpft werden, vor allem junge Menschen befähigt werden, sich gegen Hate Speech zu engagieren, Betroffene geschützt und gestärkt werden und klar gemacht werden, wie viele Menschen sich gegen Cyber Hetze einsetzen.

Die Neuen deutschen Medienmacher freuen sich, dass das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ die Koordination der nationalen Umsetzung dieser Kampagne fördert. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartner*innen arbeiten wir in einem Nationalen Kampagnen Komitee daran, das „No Hate Speech Movement“ auch in Deutschland bekannter zu machen. Unsere Ziele lauten:

  1. junge Angehörige von Minderheiten sowie Selbstorganisationen zu empowern, aufzuklären und sie sichtbar zu machen
  2. Medienschaffende und hier insbesondere Nachwuchsjournalist*innen für diskriminierungsfreie Sprache in den Medien für eine ausgewogene, sachbezogene Berichterstattung zu sensibilisieren
  3. Multiplikator*innen zu informieren, zu mobilisieren und vernetzen
  4. die nationale Hate Speech-Kampagne des Europarats in Deutschland zu koordinieren, sie bekannt zu machen und weiterzutragen

Eine eigens dafür konzipierte Website bündelt die bestehenden Angebote in Deutschland und ist als Online-Knotenpunkt zentrale Anlaufstelle für alle, die sich gegen Hate Speech engagieren wollen. Insgesamt soll die Website darüber informieren, was Hate Speech eigentlich ist, welche Ziele die Kampagne hat und wie man sich (rechtlich) gegen Hate Speech wehren kann. Darüber hinaus mobilisiert und vernetzt die Kampagne Aktivist*innen und Organisationen. Hinzu kommen eigene Kanäle auf Facebook, Twitter, YouTube, Instagram und ggf. anderen sozialen Netzwerken.

Hass im Netz richtet sich auch gegen Medienschaffende – und gegen ihre Inhalte auf den Webpräsenzen der Verlage. Nicht immer haben Social-Media- und Online-Redakteure dafür ausreichend Unterstützung. Unser Leitfaden bietet eine Hilfestellung für den journalistischen Alltag. Er wird fortlaufend aktualisiert.

Mehr Informationen zur Kampagne und ihrer nationalen Umsetzung gibt es auf der Website. Wer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen und kann sich bei uns unter info@no-hate-speech.de melden. Oder folgt dem Projekt auf Facebook und Twitter.

 

www.no-hate-speech.de

Infos zu No Hate Speech im Überblick (PDF)

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