Neue deutsche Medienmacher*innen gegen Hassrede im Netz

Die Neuen deutschen Medienmacher*innen übernahmen das No Hate Speech Movement Deutschland (NHSM) im Jahr 2016 als Projektträger*innen, um das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Hass im Netz zu stärken. Das NHSM hat sich durch seine Arbeit zum zentralen Player im Bereich Hass im Netz entwickelt und wird seit 2016 durch das Bundesprogramm Demokratie leben! gefördert.

Besonders betroffen von Hass und Hetze im Netz sind Medienschaffende: So konzentrierte sich unsere Projektarbeit in den Jahren 2018 und 2019 auf Schulung und Training von Medienschaffenden zum Umgang mit Hass im Netz. Workshops in großen Medienhäusern für regionale und überregionale Presse, ein Leitfaden zum Umgang mit Hass im Netz und ein Online-Helpdesk sind nur einige der Maßnahmen, die wir umgesetzt haben. Leitfaden und Helpdesk werden auch weiterhin laufend aktualisiert und versorgen Medienschaffende und andere von Hass im Netz Betroffene mit Informationen, Anlaufstellen und konkreten Hilfen im Shitstorm.

Bis 2022 setzen wir unsere Arbeit im Rahmen des Demokratie leben!-Programms fort: Wir nutzen unser breites Netzwerk, um Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Kampf gegen Hass im Netz zusammenzubringen – und so gemeinsam zu Ergebnissen und Lösungen zu kommen, wie wir Hate Speech nachhaltig bekämpfen können.

NHSM – Ziele in diesem Jahr

Gefördert durch Demokratie leben! und verschiedene Stiftungen wie die FAZIT- und die ZEIT-Stiftung, sind wir schon mittendrin in unserer Arbeit für die Projektphase 2020 bis 2022. Unser Ziel: Strukturen zu schaffen, die Menschen im Kampf gegen Hate Speech empowern. Dazu müssen alle Ebenen zusammenarbeiten: Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Deswegen etablieren wir das No Hate Speech Movement als Plattform, die die verschiedenen Akteur*innen zusammenbringt, zum Beispiel in unserem Nationalen Komitee.

Wir engagieren uns auch international: Mit dem Europarat und Partnerorganisationen aus Belgien, Italien und Rumänien haben wir das gemeinsame Projekt “WE CAN for Human Rights Speech” gestartet. Hate Speech kennt keine Grenzen – wir auch nicht.

Gemeinsam mit unseren europäischen Partner*innen entwickelt das NHSM Gegenrede-Kampagnen für Aktivist*innen, zivilgesellschaftliche Organisationen und für behördliche Stellen – um diesen Kommunikationsstrategien und Best-Practice-Vorlagen an die Hand zu geben, an denen sie sich beim Umgang mit Hassrede orientieren können. Das No Hate Speech Movement stellt außerdem Hate Speech Notfall-Kits für betroffene Journalist*innen und Aktivist*innen bereit und schult gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien NRW Trainer*innen für den Umgang mit Hass im Netz. Unsere Maßnahmen orientieren sich alle an unserem übergeordneten Ziel: Empowerment gegen Hassrede.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es auf der Website www.no-hate-speech.de. Den Leitfaden für Medienschaffende sowie die „Bookmarks“, das Handbuch für die politische Bildungsarbeit, sowie Merchandise könnt ihr unter bestellung@no-hate-speech.de bestellen. Sonstige Anfragen könnt ihr an info@no-hate-speech.de schicken. Ihr könnt unserem Projekt auch auf Facebook, Twitter, YouTube und Instagram folgen.


Leitfaden 2019 zum Download (PDF)

“Bookmarks” Handbuch zum Download (PDF)