Der Helpdesk: Die digitale Weltrettung

06Dez2018

Der Helpdesk: Die digitale Weltrettung

Neues Online-Tool des No Hate Speech Movements der NdM gegen Hass und Hetze im Netz: https://helpdesk.neuemedienmacher.de

 

Am 10. Dezember 2018 launchen wir ihn: Den Online-Helpdesk zum richtigen Umgang mit Hate Speech. Der Helpdesk ist nicht irgendein Webtool. Denn gute Tipps gegen Hassrede gibt es viele. Aber das No Hate Speech Movement hat für den Helpdesk zum ersten Mal die Erfahrungen von Fachleuten und Aktivist*innen mit Hassrede systematisch erfragt und für die Praxis aufbereitet. Was wir damit erreichen wollen: Medienschaffende und alle anderen zu unterstützen, die sich gegen Hass und Hetze im Netz stellen wollen.

Klick Klick Hurra

Das Herzstück des Online-Helpdesks ist der Bereich „Schnelle Hilfe“. Hier finden alle, die von Online-Hassrede betroffen sind, die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Befragungen: Und zwar in Form einer breiten Palette an gängigen Hass-Strategien – und zu jeder einzelnen Hass-Strategie die dazu passenden, also die wirksamsten Gegenstrategien. Dazu viele Beispiele und konkrete Hilfe.

Das umfangreiche Fachwissen, dass Expert*innen und erfahrene Aktivist*innen seit Jahren im Netz zu Hass- und Gegenrede sammeln, wird vom No Hate Speech Movement damit erstmals für alle sicht- und nutzbar gemacht.

Umgang mit Hate Speech leicht gemacht

Zudem bietet der Helpdesk alles was man wissen muss, um Hate Speech vorzubeugen: Wie man sich z. B. durch sorgfältige Moderation oder digitale Sicherheit vor Hate Speech schützt. Und wer sich fragt, wie im Nachhinein richtig mit Hate Speech oder Shitstorms umzugehen ist, findet u. a. alle relevanten Informationen zu rechtlichen Schritten gegen Hassrede.

Die Würde des Menschen ist unhassbar

Der 10. Dezember 2018 ist der 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Der Launch des Helpdesks fällt nicht zufällig auf diesen Tag: Er soll dabei helfen, sich erfolgreich gegen Diskriminierung und Herabwürdigung im Netz einzusetzen. Ob Journalist*in, Redakteur*in oder Aktivist*in und Blogger*in: Niemand darf mit Hate Speech allein gelassen werden. Deswegen: Der Helpdesk hilft. Ganz schnell und praktisch.

Pressekontakt: Gilda Sahebi, sahebi@no-hate-speech.de

#FirstAidAgainstHate

 

Wer wir sind: No Hate Speech Movement

Die Europarats-Initiative No Hate Speech Movement wird in Deutschland vom Neue deutsche Medienmacher e. V. koordiniert und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Bundesprogramm „Demokratie leben!“, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, der ZEIT-Stiftung, Twitter Europe und Facebook Deutschland. Das Nationale Komitee der NO HATE SPEECH Bewegung ist ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und Politik, dass sich gemeinsam Hass und Hetze im Netz entgegenstellt. Wir zeigen, dass Hater*innen im Internet nicht in der Mehrheit sind und sind zur größten nationalen Umsetzung der internationalen NO HATE SPEECH Bewegung angewachsen, an der sich weltweit 44 Länder beteiligen.

Wer wir sind: Neue deutsche Medienmacher e. V.

Die Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) sind ein bundesweiter Zusammenschluss von Medienschaffenden mit und ohne Migrationsgeschichte, die sich als gemeinnütziger Verein für mehr Vielfalt in den Medien, mehr Perspektiven in der Berichterstattung und im öffentlichen Diskurs einsetzen. Die NdM sind politisch unabhängig und kooperieren mit renommierten Medien, journalistischen Aus- und Weiterbildungsstätten, Stiftungen, NGOs sowie Landes- und Bundesbehörden zu Fragen medialer Integration und zur Rolle der Medien in der Einwanderungsgesellschaft.

Zahlen und Fakten zum Hass gegen Medienschaffende

Eine Untersuchung der Universität Bielefeld und des Mediendienstes Integration, die Anfang 2017 veröffentlich wurde, hat gezeigt: Publizieren wird zunehmend zur Mutprobe. Denn 42 Prozent der befragten Journalist*innen waren selbst regelmäßig von Hassangriffen betroffen; zwei Drittel von ihnen gaben an, dass hasserfüllte Reaktionen deutlich zugenommen haben. Jede*r zweite Journalist*in fühlt sich von solchen Angriffen belastet.  

Die freie Presse ist eine der tragenden Säulen einer freiheitlichen Gesellschaft – und genau die ist gefährdet, wenn Journalist*innen aufgrund ihrer Berichterstattung Angst um ihr Wohlergehen haben müssen: So entsteht die berüchtigte Schere im Kopf.

 

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