# *Pop-Dschihadismus*

bezeichnet eine radikale Jugendsubkultur des [Dschihadismus](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/dschihadismus-dschihadist/) in [Einwanderungsländern](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/einwanderungsgesellschaft/) wie Deutschland. Charakteristisch sind moderne Elemente der Popkultur, die für eine eher weltliche und politische Propaganda genutzt werden, im Unterschied zu den stärker theologisch fundierten Argumentationsmustern, etwa im politischen [Salafismus](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/salafismus-salafisten/). Instrumente dieser Propaganda sind neue Medien, Filmclips im Stil von Musikvideos oder T-Shirts mit entsprechenden Insignien. Meist männliche Vorbilder vermitteln orientierungslosen Jugendlichen einen neuen Lebenssinn, in dem Gruppenzugehörigkeit, ähnlich wie bei [Neonazi](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/neonazi/)-Kameradschaften, wichtig ist.1 Religiöse Inhalte dienen im Pop-Dschihadismus nur als Begründungsmuster, vor allem haben das Paradies-Versprechen und ein vermeintlich sündenloses Leben große Bedeutung. Anhänger\*innen des Pop-Dschihadismus sind Jugendliche aller Schichten und Nationalitäten. Sie werden teils schnell militant und zu Kämpfer\*innen des [IS](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/islamischer-staat-is/).

1. Stefan Braun: „[Videoclips aus dem Krieg](https://www.sueddeutsche.de/politik/islamismus-videoclips-aus-dem-krieg-1.2202691)“. Interview mit Claudia Dantschke, Süddeutsche, 2014