# *Deutschenfeindlichkeit*

wird in [rechtsradikalen](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/rechtsradikal/) und [-extremen](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/rechtsextremismus/) Kreisen benutzt, um zu behaupten, [weiße](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/weisse-deutsche/) [Deutsche](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/deutsche/) seien von [Rassismus](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/rassismus/) durch [eingewanderte Menschen](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/einwanderer/), insbesondere [Muslim\*innen](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/muslime/) betroffen. Da diesen Minderheiten strukturelle Macht in Deutschland fehlt, trifft der Vorwurf nicht zu, wenn es etwa zu Beleidigungen oder Mobbing kommt. Der ideologisch aufgeladene Begriff relativiert tatsächlich existierenden [Rassismus](https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/rassismus/), es findet eine Täter-Opfer-Umkehr statt. Trotzdem taucht der umstrittene Begriff seit 2020 als eigene Kategorie „deutschfeindliche Straftaten“ in der Statistik des Innenministeriums über politisch motivierte Kriminalität auf.1

1. Mohamed Amjahid: [Die neue “Deutschfeindlichkeit”.](https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kriminalitaet-deutschfeindliche-straftaten-was-steckt-dahinter-a-541ae885-7724-4df6-b128-c03a5e37e069) Der Spiegel, 2020