Digitale Zivilcourage und Empowerment

Umgang mit Extremismus im Netz stärken

Hassrede, Propaganda und menschenverachtender Content: Immer öfter wird das Netz von Extremist*innen gekapert, die dort ihre gefährlichen Ideologien weiterverbreiten. Die digitalen Räume sind dabei insbesondere für Akteur*innen aus dem Bereich religiös begründeter Extremismen, rechter Ideologien oder gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zum idealen Ort geworden, um junge Menschen zu erreichen und diese für ihr Gedankengut zu gewinnen.

Um dieser Entwicklung zu begegnen, ist es umso wichtiger, Zivilcourage im Netz und öffentliche digitale Diskursräume zu stärken, um radikalen und extremistischen Akteur*innen nicht die Hoheit über Diskursräume im Social Web zu überlassen. Um das zu erreichen, benötigen Social Web-Akteur*innen allerdings qualifiziertes Wissen – sowohl was Strukturen und Wirkungsweisen des ideologischen Extremismus im Allgemeinen angeht, als auch im Speziellen hinsichtlich praktischer Tools und Strategien im Umgang mit Extremismus im Netz.

Die Bundeszentrale für politische Bildung richtet sich mit der Qualifizierungsreihe in Moderation und Community-Management im Bereich des ideologisch motivierten Extremismus an Social Web-Akteur*innen. In einem eineinhalbtägigen Workshop vermitteln Expert*innen aus den Bereichen Social Media, Wissenschaft und Zivilgesellschaft den Teilnehmenden Wissen über Extremismus und erarbeiten gemeinsam Strategien, um sich dem extremistischen Diskurs im Netz entgegenzustellen und damit präventiv agieren zu können. Teil des Workshops ist zudem ein rechtliches Praxis- und Wissensmodul, in dem die Teilnehmenden in rechtlichen Fragen rund um Hate Speech und Extremismus im Netz geschult werden.

Die Qualifizierungsreihe wird durchgeführt vom  Neue deutsche Medienmacher e. V.

Als Referent*innen werden den Workshop unter anderem die Journalistin und Publizistin Ingrid Brodnig, die Extremismus-Expertin Mirjam Gläser von ufuq, Michael Wörner-Schappert von jugenschutz.net und Prof. Stephan Weichert (Hamburg Media School) begleiten.

Die Qualifizierungsreihe richtet sich an:

  • Social Web-Multiplikator*innen (z. B. Blogger*innen und lnfluencer*innen)
  • NGOs und zivilgesellschaftliche Akteur*innen, die in digitalen Diskursen aktiv sind
  • Social Media- und Community-Redakteur*innen
  • Freie und festangestellte Online-Journalist *innen
  • YouTube-Community-Manager*innen

Termin: 06. – 07. Dezember 2018

Ort: Berlin

Veranstalter: Neue Deutsche Medienmacher im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung: hier

Kontakt:
Bundeszentrale für politische Bildung
Baran Korkmaz
Adenauerallee 131a
53113 Bonn
baran.korkmaz@bpb.de