PM: Wir brauchen starke öffentlich-rechtliche Medien – No NoBillag

01Mrz2018

PM: Wir brauchen starke öffentlich-rechtliche Medien – No NoBillag

STELLUNGNAHME

NoBillag-Initiative in der Schweiz, Debatte in Deutschland

Für Vielfalt in den Medien: Wir brauchen mehr denn je einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland!

Am Sonntag (4. März) entscheiden die stimmberechtigten Schweizer*innen darüber, ob sie die Radio- und Fernsehgebühren abschaffen. Auch in Deutschland wird über die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert. Die Neuen deutschen Medienmacher halten ihn für unerlässlich.

Wir brauchen ein breites Bekenntnis zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die Finanzierung über Gebühren mag nicht jeder und jedem gefallen, aber sie garantiert eine Unabhängigkeit von kommerziellen Interessen und fördert journalistische Qualität. Die Vielfalt an Themen, die im gebührenfinanzierten deutschen Rundfunk einen Platz findet, ist europaweit vorbildlich und nur vergleichbar mit dem britischen Sender „BBC“. Die Konkurrenz zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien tut unserer Medienlandschaft gut – gerade in Zeiten der politischen Polarisierung.

In den öffentlichen Debatten geht es vermehrt um Minderheitenrechte und gesellschaftliche Spannungen. Umso mehr brauchen wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dessen Programmauftrag gibt ihm vor, den gesellschaftlichen Diskurs zu organisieren: Alle gesellschaftlichen Gruppen haben einen verbrieften Anspruch darauf, dass sie und ihre Interessen sich im Programm wiederfinden. Das unterscheidet die öffentlich-rechtlichen wesentlich von privaten Medien.

Es ist kein Zufall, dass es in der Schweiz und in Deutschland vor allem die Rechtspopulisten sind, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in eine Nische drängen oder sogar abschaffen wollen. Wir dagegen wollen einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der seinem gesellschaftlichen Auftrag nachkommt.

Neue deutsche Medienmacher e.V.

Vorstand

 

Links zum Programmauftrag der Öffentlich-Rechtlichen:

Außerdem: Zehn Thesen zur Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien

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