Workshop: Besser berichten über Migration und Flucht

23Jan2017

Workshop: Besser berichten über Migration und Flucht

Das Thema „Migration und Flucht“ nimmt aktuell breiten Raum in der Berichterstattung ein. Es schließt sich damit direkt an den Diskurs zum Thema „Zuwanderung aus Südosteuropa“ an. Waren es in der vergangenen Zeit vor allem „Problemhäuser“ in bestimmten Stadtgebieten, so sind es heute große Bereiche der Bundesrepublik, die aus unterschiedlichen Gründen als „Problemzonen“ gesehen werden. Diese Situationen stellten und stellen Medienschaffende vor besondere Herausforderungen.

Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) beschäftigt sich seit vielen Jahren kritisch mit der Berichterstattung zu Einwanderung und Flucht und betrachtet dabei vor allem mögliche ausgrenzende Effekte. 2015 wurde im DISS im Auftrag der Open Society Foundations (OSF) die Berichterstattung über die Zuwanderung aus Südosteuropa in den lokalen Duisburger Medien diskursanalytisch untersucht. Die Ergebnisse dieser Studie wurden und werden um Analysen des aktuellen Fluchtdiskurses ergänzt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf unterschiedliche Deutungsmuster und Bilder gelegt, die durch die Berichte erzeugt werden (können).

Eine Auseinandersetzung mit den Ergebnissen ist für alle Medienmachenden sinnvoll, die aktuell und in Zukunft über Migration und Flucht zu berichten haben, um den besonderen Herausforderungen, die mit dem Thema verbunden sind, angemessen zu begegnen.

Die Neuen deutschen Medienmacher (NDM) und das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) laden Sie gemeinsam mit dem Deutschlandfunk zum Workshop „Berichterstattung über Migration und Flucht“ ein:

Freitag, den 17.02. 2017 von 10 Uhr bis 15 Uhr
beim Deutschlandfunk, Raderberggürtel 40 in 50968 Köln

Die Veranstaltung ist für Sie kostenlos.

Weitere Infos zum Tagungsort und zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie hier.

 

Bei dem Workshop geht es um folgende Fragen: Wie lässt sich eine eindeutige und nicht-diskriminierende Berichterstattung erreichen? Welche Rolle und Aufgaben haben Journalist*innen dabei? Welche Spielräume haben Sie? Welche Hindernisse stellen sich? Und: Wie kann in Zukunft ein positiver und regelmäßiger Austausch zwischen Theorie und Praxis stattfinden?

Wir freuen uns auf eine erkenntnisreiche Veranstaltung und bitten um Anmeldung bis zum 10. Februar per E-Mail an info@neuemedienmacher.de.

Vorgesehener Ablauf:

1. Get-Together und Präsentation der Studie mit Diskussion (90 Minuten)

+++ 15 Minuten Pause +++

2. Arbeitsphase zum Thema „Ambiguitäten in der Berichterstattung und der Wirkung von Bildern“
(60 Minuten)

+++ 45 Minuten Pause +++

3. Vorstellung des Glossars der Neuen deutschen Medienmacher (90 Minuten)

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