Was passiert vor der eigenen Haustür: Ein Blick auf das Nürnberger Netzwerktreffen am 22. März

05Apr2017

Was passiert vor der eigenen Haustür: Ein Blick auf das Nürnberger Netzwerktreffen am 22. März

„Heimatmedien – muss sich die Idee ändern, damit die Menschen mehr Medien konsumieren?“ Um diese Frage ging es beim Treffen der Nürnberger Netzwerkgruppe am 22. März in der Nordkurve. Einigkeit herrschte dabei darüber, dass die Medien nicht nur Einwander*innen, sondern auch Menschen unter 45 Jahren nicht erreichen. Zu den Printmedien: Es genügt nicht, Zeitungsartikel ins Internet zu stellen, denn junge Menschen sind andere Formate gewöhnt.

Einige der Anwesenden vertraten die Ansicht, dass es beim Konzept nicht um die „Heimat“ gehen soll, sondern darum, was vor der eigenen Haustür passiert. Dies ist auch die Stärke der Lokalmedien.

Bindungen werden schwächer

Ein junges Mitglied der Netzwerkgruppe berichtete von ihren Beobachtungen bei den jungen Menschen unter 30: Wenn sie Infos benötigen, dann holen sie sich genau die Infos, die sie gerade brauchen. Stark ist auch die Überzeugung, dass eine Nachricht einen schon erreicht, wenn sie wichtig genug ist (beeinflusst durch die sozialen Netzwerke). Sie picken sich heraus, was sie brauchen. Es gibt kaum Bindung an ein Medium

Noch eine These: Bis jetzt haben alle lokale Medien ALLE zu bedienen und zu überzeugen. Ist das aber zielführend?

Einig waren sich wohl alle Diskussionsteilnehmer*innen darüber, dass es vermutlich keinen anderen Weg gibt, als Medienschaffende „nach außen“ zu gehen, d.h. den Dialog mit den Menschen zu suchen. Medien brauchen neue Formate, um ins Gespräch mit „ihren“ vorhandenen oder potentiellen Nutzer*innen zu kommen. Das ist sehr mühsam, aber wohl notwendig.

Ella Schindler

Categories

Comments