Erfassung von TV-Einschaltquoten

28Mai2014

Erfassung von TV-Einschaltquoten

Auftraggeber der kontinuierlichen Fernsehforschung in Deutschland ist seit 1988 die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), ein Zusammenschluss der Senderfamilien ARD, ProSiebenSat.1, Mediengruppe RTL Deutschland und ZDF. Erhoben wird die Einschaltquote von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Insgesamt gibt es 5.000 Haushalte mit Messgeräten, in denen 11.000 Personen leben und deren Fernsehverhalten täglich erfasst wird. Die Ergebnisse werden auf die Gesamtbevölkerung von 80,5 Millionen hochgerechnet. Die Gruppe der Erfassten setzt sich überwiegend aus Deutschen zusammen, aber auch Ausländer aus unterschiedlichen EU-Ländern sind repräsentativ vertreten.

Lediglich sogenannte Drittstaatenausländer, die nicht aus einem EU-Land stammen, kommen zu kurz: Sie werden zwar mit 58 Teilnehmern in der TV-Quotenmessung berücksichtigt, wie das AGF erläutert. Bei insgesamt 11.000 Teilnehmern entspricht das jedoch lediglich 0,5 Prozent. Ihr Anteil an der Bevölkerung liegt mit rund 4,4 Millionen zehn Mal so hoch. Das bedeutet: Die Fernsehvorlieben von Ausländern aus Drittstaaten spielen bei Einschaltquoten und damit bei der Programmplanung kaum eine Rolle. (Vgl. Statistisches Bundesamt 2012, Seite 116)

Warum ein Teil der Bevölkerung nicht erfasst wird, hat der Mediendienst Integration in einem Bericht veröffentlicht.

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